Gleichstellen

Mitbestimmung

Betriebs- und Personalräte befinden sich oft im Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen Interessen der Beschäftigten und Arbeitgeber. Das gilt insbesondere bei Realisierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie bei den Anforderungen an eine aktive Gleichstellung in Betrieben und Verwaltungen.

Die Regelungen nach Betriebsverfassungsgesetz und Personalvertretungsgesetz bilden hier eine erste Orientierung und sind eine tägliche Herausforderung.

Handlungshilfen und Checklisten

Betriebsratswahlen – Warum brauchen wir Betriebsräte?

Wie und von wem sind die Wahlen vorzubereiten? Welche Fristen sind zu beachten? Wer darf wählen? Wer darf gewählt werden? Wie müssen die Wahlformulare aussehen? Welche Seminare können neu- und wiedergewählte Betriebsratsmitglieder besuchen, um die Interessen der Beschäftigten wahrzunehmen? Wo finde ich ver.di-Grundlagenseminare und weiterführende Bildungsangebote für Betriebsratsvertretungen?

Die wichtigsten Informationen und Tipps hat ver.di auf der Internet-Präsenz „Betriebsratswahlen“ zusammengestellt:

Starterpaket für neugewählte Betriebsratsmitglieder

Der Bereich Mitbestimmung plant ein „Starterpaket für neugewählte Betriebsratsmitglieder“. Es richtet sich gezielt an KollegInnen, die erstmals in den Betriebsrat (BR) gewählt wurden. Dieses Starterpaket sollte von BetreuungssekretärInnen an die Betriebsräte weitergeleitet werden.

Das Paket enthält voraussichtlich Gesetzestexte für die Arbeitswelt, Informations- und Arbeitsblätter, Werbebroschüre „ver.di – was für mich“ und eine Ausgabe der Zeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“.

Gleichstellung von Frauen und Männern in der betrieblichen Interessenvertretung

Ein Reformziel des Betriebsverfassungsgesetzes 2001 war die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern auf betrieblicher Ebene. Neben Regelungen, die zu einer besseren Repräsentanz von Frauen im Betriebsrat führen sollen, wurden auch die Gleichstellung von Frauen als betriebliches Handlungsfeld und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Aufgaben der Betriebsräte ins Gesetz aufgenommen.

Anhand der dritten Betriebsrätebefragung des WSI kann zunächst nur untersucht werden, wie sich der Frauenanteil in den Betriebsräten anlässlich der Betriebsratswahlen 2002 entwickelt hat, ob dabei die Mindestquote nach Geschlecht eingehalten wurde und wo es Schritte hin zu mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern im Betrieb gegeben hat.
Klenner/Lindecke, WSI Mitteilungen 3/2003

Arbeitshilfe zur Umsetzung der Tariferhöhungen

Viele Arbeitgeber werden versuchen, die Tariferhöhungen mit übertariflichen Zahlungen zu verrechnen. Dabei müssen jedoch Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats beachtet werden. Unsere ver.di-KollegInnen in Regensburg haben eine Arbeitshilfe erstellt, mit der Betriebsräte wirksam dazu beitragen können, unsere Tariferhöhungen auch tatsächlich betrieblich durchzusetzen.

Literatur und Veröffentlichungen

Frauen bringen neuen Arbeitsstil

In den Betriebsräten kleiner Unternehmen sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Bei den Betriebsratswahlen 2006 traten jedoch vermehrt junge Kandidatinnen aus den Büros an, wie eine Untersuchung der Sozialforscher Wolfram Wassermann und Wolfgang Rudolph ergab.
Böckler-Impuls 4/2007, Seite 2

Der Querschnittsbereich Mitbestimmung in ver.di erarbeitet alle grundsätzlichen und fachbereichsübergreifenden Fragen der Mitbestimmung. Zu diesen gehören die betriebliche Mitbestimmung (Betriebs- und Personalräte, kirchliche Mitarbeitervertretungen), die Unternehmensmitbestimmung (Aufsichtsräte) und Eurobetriebsräte.

Durch Informationen, Beratung und Materialien wirkt der Bereich unterstützend und koordiniert bei Betriebsrats-, Personalrats-, MAV- oder Aufsichtsratswahlen. Dazu bietet er Wahlmaterialien an und wirkt bei Konzepten für die Qualifizierung von MitbestimmungsträgerInnen mit.

Dienstvereinbarungen

Wegweiser zu den Textauszügen im Gestaltungsraster für Vereinbarungen bei der Hans-Böckler-Stiftung zu den Schwerpunkten: